Projekte

Soziales Lernen in der 5. Klasse

Ein guter Start in die weiterführende Schule beginnt mit einer starken Klassengemeinschaft. Im wöchentlich stattfindenden “Sozialen Lernen” haben unsere Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen die Möglichkeit, sich und ihre neuen Mitschülerinnen und Mitschüler besser kennenzulernen.

Das zweistündige Angebot wird von zwei Sozialpädagogen des “Sozialwerks Krefelder Christen” begleitet. Im Mittelpunkt stehen das gegenseitige Kennenlernen, die eigenen Stärken und Interessen, Gemeinsamkeiten, Freundschaft und Zusammenhalt. Durch abwechslungsreiche Übungen und Teamaufgaben wird außerdem das Teamwork gestärkt und die Klassengemeinschaft von Beginn an gefördert.

So entsteht Schritt für Schritt eine Klasse, in der sich alle wohlfühlen, einander unterstützen und gemeinsam wachsen können.

Sozialkompetenztraining in der 6. Klasse

Im Rahmen unseres Sozialkompetenztrainings setzen sich die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, begleitet von der Schulsozialarbeit, intensiv mit dem sozialen Miteinander auseinander. Dabei stehen Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt, Regeln und Demokratie im Mittelpunkt.

Gemeinsam reflektieren die Jugendlichen, was eine gute Gemeinschaft ausmacht, wie Konflikte entstehen und wie sie fair und respektvoll gelöst werden können. Sie lernen, unterschiedliche Meinungen auszuhalten, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in die Gestaltung ihrer Klassengemeinschaft einzubringen.

Mit abwechslungsreichen Übungen und Gesprächsrunden stärken wir soziale und emotionale Kompetenzen und schaffen Raum für gegenseitige Wertschätzung. Dabei orientieren wir uns unter anderem an den Ansätzen von MindMatters, einem Programm zur Förderung der psychischen Gesundheit und eines guten Schulklimas.

Unser Ziel: Eine Klassengemeinschaft, in der sich alle Schülerinnen und Schüler sicher, respektiert und zugehörig fühlen.

Mach(t)räume – Macht verstehen, erleben und reflektieren

Im Projekt „Mach(t)räume“ (entwickelt von MACHART) setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen altersgerecht mit dem Thema “Macht und Machtmissbrauch in ihrer Lebenswelt” auseinander. Begleitet wird das Projekt von fortgebildeten Lehrkräften und SchulsozialarbeiterInnen.

Das Besondere: Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 9. und 10. Klassen entwickelt und gestaltet dafür vier Erlebnisräume. In kleinen Gruppen durchlaufen die Sechstklässlerinnen und Sechstklässler diese Räume und begegnen dabei unterschiedlichen Situationen, in denen Macht, Einfluss, Grenzen und Verantwortung eine Rolle spielen.

Durch das eigene Erleben, anschließende Gespräche und gemeinsame Reflexion lernen die Schülerinnen und Schüler, Machtverhältnisse wahrzunehmen, eigene Grenzen zu erkennen und sich mit Möglichkeiten auseinanderzusetzen, selbstbestimmt, respektvoll und verantwortungsvoll zu handeln.

„Es ist nicht (l)egal“ – Präventionsprojekt der Jugendgerichtshilfe

Im Rahmen des Projekts „Es ist nicht (l)egal“ besucht die Jugendgerichtshilfe unsere 6. Klassen und setzt sich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern mit den Themen Gefühle, Gewalt und Straffälligkeit auseinander.

Zu Beginn lernen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Gefühle kennen, üben, diese wahrzunehmen und einzuordnen, und beschäftigen sich damit, wie Gefühle unser Handeln beeinflussen können. Denn aus Wut, Frust oder anderen starken Emotionen können schnell Situationen entstehen, die eskalieren und im schlimmsten Fall zu Gewalt führen.

Anschließend geht es um verschiedene Formen von illegalem Verhalten, beispielsweise Gewalt, digitale Gewalt, Diebstahl, Vandalismus sowie den Umgang mit Alkohol und Drogen. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche Folgen und rechtlichen Konsequenzen ein strafbares Verhalten haben kann.

Besonders wertvoll ist dabei der offene Austausch: Die Jugendlichen können ihre Fragen stellen, eigene Gedanken einbringen und mit den Fachkräften der Jugendgerichtshilfe ins Gespräch kommen.

Medienprävention in den Klassen 5–7

Die digitale Welt ist ein fester Bestandteil des Alltags unserer Schülerinnen und Schüler. Deshalb begleiten wir sie bereits ab der 5. Klasse dabei, Medien sicher, verantwortungsvoll und respektvoll zu nutzen. Die Medienprävention baut dabei über die Jahrgänge hinweg aufeinander auf und wird zunehmend vertieft.

In der 5. Klasse setzen sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrkräften und der Schulsozialarbeit im Rahmen der “MedienMates” mit den Grundlagen der Mediennutzung auseinander. Sie entwickeln erste Regeln für ein gutes und respektvolles Miteinander im Netz, lernen mögliche Gefahren kennen und erfahren, wo und bei wem sie Unterstützung finden können.

In der 6. Klasse wird dieses Wissen vertieft. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit verschiedenen Formen digitaler Gewalt und setzen sich anhand der Videoreihe „Wake-Up“ sowie eigener Erfahrungen mit Situationen aus ihrer Lebenswelt auseinander. Gemeinsam werden Handlungsmöglichkeiten und konkrete Hilfswege erarbeitet.

In der 7. Klasse wird die Medienprävention durch den Besuch einer Polizeibeamtin weitergeführt. Themen wie Cybermobbing, Cybercrime und Fremdenfeindlichkeit im digitalen Raum werden vertieft und aus rechtlicher und gesellschaftlicher Perspektive betrachtet.

Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu stärken, damit sie digitale Medien kritisch, sicher und verantwortungsvoll nutzen, Grenzen erkennen und wissen, wo sie Hilfe bekommen können.

Teamtraining in der 7. Klasse

In der 7. Klasse steht mit dem Teamtraining die Klassengemeinschaft im Mittelpunkt. In abwechslungsreichen und praxisnahen Übungen erleben die Schülerinnen und Schüler, was es bedeutet, als Team zusammenzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen.

Gemeinsame Herausforderungen und Aufgaben fördern Kommunikation, Kooperation, Vertrauen und Teamgeist. Dabei erfahren die Jugendlichen, dass unterschiedliche Stärken und Fähigkeiten eine Gruppe bereichern und dass ein gutes Miteinander nur gelingt, wenn alle ihren Beitrag leisten.

Auch der Umgang mit Konflikten und unterschiedlichen Meinungen wird aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren ihr eigenes Verhalten und entwickeln gemeinsam Strategien für eine respektvolle und konstruktive Zusammenarbeit.

Das Teamtraining schafft so Raum für gemeinsame Erlebnisse, stärkt die Klassengemeinschaft und unterstützt die Jugendlichen dabei, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Alkohol- und Cannabisprävention in der 8. Klasse

In der 8. Klasse setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Alkohol- und Cannabisworkshops mit den Wirkungen und Risiken dieser Substanzen auseinander. Durchgeführt wird das Angebot von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern der Caritas.

Dabei geht es unter anderem um die Fragen: Was ist wann erlaubt? Welche Auswirkungen haben Alkohol und Cannabis auf Körper und Psyche? Und welche Risiken können mit dem Konsum verbunden sein? Die Jugendlichen erhalten verständliche und altersgerechte Informationen und haben die Möglichkeit, offen Fragen zu stellen und sich auszutauschen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Hilfs- und Beratungsangeboten. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, an wen sie sich bei Fragen, Problemen oder Sorgen rund um den Konsum wenden können.

Ziel des Workshops ist es, Wissen zu vermitteln, Risiken bewusst zu machen und die Jugendlichen in ihrer Fähigkeit zu selbstbestimmten und verantwortungsvollen Entscheidungen zu stärken.

Sexualprävention in der 8. Klasse

Ebenfalls in der 8. Klasse findet gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin der Aidshilfe und der Schulsozialarbeit ein Projekt zur Sexualprävention statt. Dabei erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihr Wissen aus dem Biologieunterricht zu vertiefen und sich offen mit Fragen rund um Sexualität und Gesundheit auseinanderzusetzen.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist der “Präventionskoffer”, der vielfältige Informationen und altersgerechte Materialien bietet. Themen wie Verhütung, sexuelle Gesundheit und sexuell übertragbare Infektionen wie HIV/AIDS werden anschaulich und verständlich vermittelt.

Neben der Wissensvermittlung steht vor allem der offene Austausch im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler dürfen ihre Fragen stellen und sich in einem geschützten Rahmen mit den Themen auseinandersetzen.

Ziel ist es, Jugendliche zu einem verantwortungsvollen, selbstbestimmten und respektvollen Umgang mit Sexualität zu befähigen und ihnen wichtige Informationen und Anlaufstellen für ihre Gesundheit mitzugeben.

Gewaltprävention in der 9. Klasse 

In der 9. Klasse erhalten unsere Schülerinnen und Schüler Besuch von einem Polizeibeamten der Kriminalpolizei, der gemeinsam mit ihnen das Thema Gewaltprävention beleuchtet.

Im Workshop setzen sich die Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen und Ursachen von Gewalt auseinander und reflektieren konkrete Situationen aus ihrer Lebenswelt. Dabei geht es unter anderem um verbale und körperliche Gewalt, Mobbing und digitale Gewalt, Erpressung sowie Sachbeschädigung. Auch die Frage, wann aus einem vermeintlich „harmlosen“ Verhalten eine Straftat wird und welche rechtlichen Konsequenzen daraus entstehen können, wird thematisiert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Zivilcourage und dem richtigen Handeln in Konfliktsituationen: Wie kann ich eingreifen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Wann und wo kann ich Hilfe holen? Und welche Möglichkeiten gibt es, Betroffene zu unterstützen?

Durch den direkten Austausch mit einem Polizeibeamten erhalten die Jugendlichen authentische Einblicke in die polizeiliche Arbeit und können offen Fragen zu Situationen stellen, die ihnen im Alltag begegnen. Ziel ist es, das Unrechtsbewusstsein zu stärken, Gewalt frühzeitig zu erkennen und die Jugendlichen zu einem verantwortungsvollen und couragierten Handeln zu befähigen.

MindOut in der 10. Klasse

In der 10. Klasse steht mit “MindOut” die Stärkung des sozialen und emotionalen Wohlbefindens unserer Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. Das wissenschaftlich fundierte Programm der TU Dortmund unterstützt Jugendliche dabei, wichtige Kompetenzen für ihren weiteren Lebensweg zu entwickeln.

Durchgeführt wird MindOut von Lehrkräften und der Schulsozialarbeit, die hierfür eigens an einem entsprechenden MindOut-Workshop teilgenommen haben und für die Durchführung des Programms qualifiziert wurden.

In verschiedenen Einheiten beschäftigen sich die Jugendlichen unter anderem mit Selbstwahrnehmung, dem Umgang mit Gefühlen und Stress, sozialen Beziehungen, Kommunikation und verantwortungsvollen Entscheidungen. Dabei geht es auch darum, eigene Stärken zu erkennen, Herausforderungen zu bewältigen und Unterstützung anzunehmen oder anderen anzubieten.

MindOut verbindet abwechslungsreiche Übungen und Reflexionsphasen mit Situationen aus dem Alltag der Jugendlichen. Gerade am Ende der Schulzeit bietet das Programm einen wertvollen Raum, um auf die eigene Entwicklung zu schauen, persönliche Ressourcen zu entdecken und sich mit den Herausforderungen des nächsten Lebensabschnitts auseinanderzusetzen.

So werden unsere Schülerinnen und Schüler darin gestärkt, selbstbewusst, resilient und verantwortungsvoll ihren weiteren Weg zu gestalten.